Schöner die Dioden nie leuchten?
Neue Vorgaben aus Brüssel sorgen dieses Jahr für neue Weihnachtsgefühle. Das Glühbirnenverbot wird auch das Erscheinungsbild von deutschen und jetzt auch schweizer Innenstädten verändern.

Glühbirnenverbot: Ökologisch und ökonomisch der reine Wahnsinn
2009 werden bereits in einigen deutschen Städten kalte LED-Leuchten angebracht sein anstatt der heimeligen Glühbirnen.
So ist für Nürnberg ein Test vorgesehen. “In einer Straße werden wir 2009 nur LED-Leuchten anbringen und uns anschauen, wie das aussieht”, kündigt Günter Morsbach von der Vereinigung der Innenstadthändler an. Erst dann werde über weitere Maßnahmen entschieden.
Auch die Schweiz macht – wie bei sovielen EU-Verordnungen – mit und Leuenberger ließ auch in der Schweiz Glühbirnen verbieten.
Was von dem Glühbirnenverbot allerdings zu halten ist, ist mehr als fragwürdig. Mal abgesehen von den Glühbirnen, die als Weihnachtsbeleuchtung in Innenstädten dienen, ist es i. d. R. nicht schlimm, daß Glühbirnen einen wesentlichen Teil der Energie in Wärmeenergie verwandeln, denn am meisten werden Glühbirnen im Winter benutzt, wenn es früh dunkel wird. Im Sommer, wenn es bis spät nachts hell ist, hingegen kaum.
So kritisieren selbst die deutschen Grünen das EU-Glühbirnenverbot, daß gemäß Industrieangaben angeblich 4 % Energieersparnis bringen soll und das Leuenberger jetzt nachmacht:
“Grüne sehen nur geringen Effekt
Der Umweltexperte der Grünen, Winfried Hermann, bezifferte gegenüber tagesschau.de das Einsparpotenzial durch Energiesparleuchten auf “unter zwei Prozent” des Gesamtstromverbrauchs. Hermann forderte die Große Koalition auf, vorrangig “die dicken Brocken” wie die Reduktion des Ölverbrauchs in Altbauten oder die Kerosinbesteuerung anzugehen. Er sei nicht gegen das Thema, “aber ich würde mich auch nicht darin verkämpfen”, kommentierte der Politiker die Diskussion um das Glühbirnen-Verbot.”
Zudem sind Stromeinsparung und lange Lebensdauer gemäß dem deutschen ÖkoTest-Magazin (das sicher nicht im Verdacht steht, gegen Umweltschutz zu sein) vom Oktober 2008 deutlich geringer als von der Industrie stets behauptet.
Kaltes Licht
Hinzu kommt noch ein weiterer, wenig beachteter Faktor: Energiesparlampen geben im Gegensatz zu Glühbirnen kaltes Licht ab, das vom Menschen als unnatürlich empfunden wird. Anders als Glühlampen mit ihrem harmonischen, kontinuierlichen Lichtspektrum besteht das Spektrum auch der besten Sparlampe (Kompaktfluoreszenzlampe) vorwiegend aus einzelnen Spektrallinien, was man dem Licht ja auch sofort deutlich anmerkt. Der erhöhte Blauanteil des Sparlampenlichtes bewirkt eine Veränderung des Hormonhaushalts. Die Folgen sind Schlafstörungen und eine Erhöhung des Krankheitsrisikos.
Gesundheitsschädlicher Elektrosmog
Und dann die Elektrosmog-Problematik: Elektrosensible haben gesundheitliche Beschwerden und Konzentrationsstörungen unter Sparlampen, denn eine Sparlampe am Schreibtisch 30 cm neben dem Kopf sendet im Vergleich zu einem heutigen Computerbildschirm ein Mehrfaches an gepulster elektromagnetischer Strahlung aus.
Verbotsflut
Anstatt hier allenfalls auf freiwillige Anreize zu setzen und nun wieder ein neues Verbot zu schaffen, erscheint obendrein fragwürdig.
Noch dazu, wenn selbst die grünen Umweltfetischisten bezweifeln, daß die Ersparnis mehr als mickrig sein wird.
Energiesparlampen sind Sondermüll!
Energiesparlampen sind Sondermüll, vor allem wegen ihres Quecksilbergehalts. Aber sie landen viel leichter vorschriftswidrig im Haushaltsmüll als die sperrigen Neonleuchten (Fluoreszenzröhren), welche eher zur korrekten Entsorgung gelangen.
Sparlampen anmieren zu Energieverschwendung
Die Praxis sieht allerdings noch ganz anders aus. Jedes Kind weiß, daß man Neuonröhren lieber anläßt als an- und ausschaltet, weil das An- und Ausschalten die Lebensdauer der Neonröhren verkürzt.
Neonlampen bzw. Sparlampen animieren also dazu, beim Verlassen eines Raumes das Licht brennen zu lassen, weil man weiß, daß ihre Lebensdauer bei häufigen An- und Ausschalten drastisch verkürzt wird.
Und auch deshalb, weil sich viele sagen werden: “Ist ja eine Sparlampe. Sie spart ja ohnedies”. Das Energiegewissen ist nach der jahrelangen Propaganda für die Neonlampen also rein, eine Ersparnis jedoch mehr als zweifelhaft. Dafür wurde das Umweltgewissen durch (teuren) Aktionismus verhätschelt.
Fazit
Es kann also höchstens mit 1 % Energieeinsparung gerechnet werden und nicht, wie von der Industrie behauptet 4 %. Noch geringer fällt die angebliche Ersparnis aus, wenn man berücksichtigt, daß die Wärmeenergieabstrahlung von Glühbirnen gerade im Winter nicht einmal verlorengeht. Rechnet man nun noch die Kosten bzw. Umweltbelastungen der Umrüstung in die Umweltbilanz rein, dürfte die Ersparnis sogar negativ sein.
Ist es wirklich sinnvoll, die Gesundheitsschäden in Kauf zu nehmen und die ganze Gesellschaft in kaltes Neonlicht zu tünken anstatt warmes Glühbirnenlicht?
Januar 25th, 2009 at 20:41
Nun, bei diesem Verbot fürften auch Interessen der Industrie eine Rolle gespielt haben. Die herkömmliche Glühbirne ist ein absolutes Niedrigpreisprodukt mit verschwindend geringer Gewinnspanne – an den komplizierteren und teureren Energiesparlampen ist noch mehr zu verdienen. Und wenn die in ein paar Jahren durch die dann weiternetwickelten LEDs abgelöst werden, haben wir schon wieder eine neuen, profitablen Produktzyklus. Die jetzigen Energiesparlampen werden nur einige Jahre als Lückenbüßer – als profitable Lückenbüßer – dienen, bis die LED-TRechnik endgültig einsatzreif ist. Bei Autos und Taschenlampen werden ja schon zunehmend Glühbirnen durch LEDs ersetzt.
August 2nd, 2009 at 01:43
[...] Jüngste Untersuchungen haben bereits letztes Jahr enthüllt, daß die umstrittenen EU-Energiesparlampen überhaupt keine richtige Ersparnis bringen. [...]
August 2nd, 2009 at 02:15
[...] Untersuchungen haben bereits letztes Jahr enthüllt, daß die umstrittenen EU-Energiesparlampen überhaupt keine richtige Ersparnis bringen. Selbst die große Umweltschutzzeitschrift Ökotest bezweifelte bereits den Sinn von [...]
August 2nd, 2009 at 02:52
[...] Untersuchungen haben bereits letztes Jahr enthüllt, daß die umstrittenen EU-Energiesparlampen überhaupt keine richtige Ersparnis bringen. Selbst die große Umweltschutzzeitschrift Ökotest bezweifelte bereits den Sinn von [...]
Januar 14th, 2010 at 17:21
[...] gesellschaftliche und politische Erörterung – zum Beispiel vor Wahlen. Allerdings wird jetzt bezweifelt, ob die umstrittenen EU-Energiesparlampen überhaupt eine Ersparnis erbringen. Aber wo man [...]
November 28th, 2010 at 22:54
Man soll neue Technologien so einsetzten wo es auch was bringt. Wenn man im Luftschutzkeller eine Glühbrine hat, die pro Woche vielleicht 2 Minuten Leuchtet, macht es wirklich wenig Sinn diese durch eine ESL oder anders zu ersetzen, aber bei Leuchten die viel Brennen (Aussenlicht, Licht in Schaufenstern, in Hotels, in Resturants, Bäckereine, etc.) da stellt man am besten schon heute auf unsere LEDs um. onlux LEDs rechnen sich bei Brenndauern ab 8 Stunden Täglich innerhalb der Grantiezeit voll und amortisierne sich selbst. Danach spülen sie nur noch Cas in die Kassen. Schaut rein bei http://www.onlux.ch das lohnt sich wenn Ihr rechnen könnt!